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Lebensmittel- und Lebendtierkontrolle am 27.06.2008
von Polizeimeldungen | 27. Juni 2008 18:04
Insgesamt waren 19 Beamte beider Dienststellen, sowie ein Lebensmittelkontrolleur (Herr Schwarzloh) und ein Amtstierarzt (Herr Dr. Thum) vom Veterinäramt des Kreises Stormarn beteiligt.
Die originäre Zuständigkeit für die Kontrolle von Lebensmitteln liegt bei der Lebensmittelüberwachung der Veterinärämter. Es finden regelmäßig Kontrollen in den Produktionsbetrieben und im Einzelhandel durch die Behörde statt. Der Transport zwischen Herstellung und Vertriebsstätte stellte bislang eine Grauzone dar.
Seit Frühjahr dieses Jahres haben sich die Bezirksreviere der Polizeidirektion Ratzeburg in Absprache mit dem Veterinäramt des Kreises Stormarn mit diesem für die Polizei neuen Rechtsgebiet vertraut gemacht. Der Einsatzleiter PHK Konkat hat in den letzten Wochen viele Mitarbeiter der Polizeidirektion im Rahmen interner Fortbildungen beschult.
Es haben bereits zwei Schwerpunkt-Kontrollen auf dem Rastplatz Buddikate an der BAB 1 stattgefunden. Dabei hat sich gezeigt, dass doch einige "schwarze Schafe" auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Diese Kontrollen, wie auch die heutige fanden zwischen den Anschlussstellen "Bad Oldesloe" und "Stapelfeld" in beiden Fahrtrichtungen statt.
"Es muss nicht immer gleich der Gammelfleisch-Skandal sein - auch Verstöße gegen Temperatur- und Transporthygienevorschriften können dazu führen, dass ein Lebensmittel nicht mehr sicher ist. Die endgültige Beurteilung obliegt dabei den Vertretern der Lebensmittel-Überwachung. Die Polizei sammelt dabei erste Verdachtsmomente und wird dann durch einen angeforderten Lebensmittel-Kontrolleur unterstützt.
Erfreulich ist die Bereitschaft der Mitarbeiter des Kreises Stormarn, selbst über den Feierabend hinaus zu einem Kontrollort zu fahren und den eingesetzten Polizeibeamten Hilfe zu leisten.
Erforderliche Anordnungen über die weitere Verwendung beanstandeter Lebensmittel werden dann vom Lebensmittel-Kontrolleur getroffen. Das kann im Einzelfall sogar die Vernichtung einer ganzen Charge sein. Hierbei können schnell einmal Verluste in Höhe von einigen tausend Euro für den Lebensmittel-Unternehmen oder das Transport-Unternehmen entstehen." (O-Ton PHK Konkat)
Bei den beiden bisherigen Großkontrollen und im täglichen Dienst sind von den Beamten bereits einige Transporte von Döner-Fleisch beanstandet worden. In einem Fall mussten alle geladenen Spieße vernichtet werden. In anderen Fällen durften die Spieße nur unter Beachtung strenger Auflagen weiter verarbeitet werden.
"Es hat sich gezeigt, dass insbesondere bei den so genannten Sprintern mit Kühlaggregat die meisten Verstöße festgestellt wurden. In vielen Fällen ist Tiefkühlware, die in der Regel auf minus 18 Grad Celsius zu halten ist, zusammen mit kühlungsbedürftiger Ware transportiert worden. Die Innentemperatur der Fahrzeugladeräume war dann überwiegend für die TK-Ware zu hoch und hat in einigen Fällen bereits zum Antauen der TK-Ware geführt. Nach der Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel (TLMV) ist bei vorsätzlicher Begehensweise der Verdacht einer Straftat gegeben und es wird eine Strafanzeige nach den Bestimmungen des Lebensmittel- und Futtermittel-Gesetzbuchs (LFGB) gefertigt.
Bei der heutigen Kontrolle wurden insgesamt 32 Kühl-LKW kontrolliert.
Es kam zu folgenden Beanstandungen:
11 Anzeigen nach dem Fahrpersonalgesetz (Tageskontrollblätter o. ä. nicht geführt) 1 Anzeige wegen mangelnder Ladungssicherung 1 Sicherstellung eines Führerscheins wg. des Verdachts der Dokumentenfälschung 1 x Fahren unter dem Einfluss vom Btm (THC)/Blutprobe/Untersagung Weiterfahrt 1 Owi-Anzeige nach dem Lebensmittelrecht (Hygienemängel in einem Verkaufsanhänger) 5 Anzeigen nach der Viehtransportverordnung (fehlende Genehmigungen/ fehlender Befähigungsnachweis/ zu viel Platz für Schweine / keine Geschlechtertrennung beim Transport von Rindern)
Herausragender Fall am 25.06.2008: Bei einer Kontrolle auf der B 404 wurde ein Sprinter mit Kühlaggregat kontrolliert. Es wurde festgestellt, dass die geladenen Dönerspieße nicht die erforderliche Temperatur von - 18 ° C hatten. 6 Spieße waren noch nicht einmal durchgefroren. Das Veterinäramt in Kiel verfügte die Vernichtung der gesamten Ladung ( ca. 30 Spieße). Der Unternehmer hat mit einer Strafanzeige zu rechnen.
Mit freundlichen Grüßen und ein schönes Wochenende
Jörg Konkat Polizeihauptkommissar Polizeibezirksrevier Bad Oldesloe Berliner Ring 27, 23843 B. O., 04531 - 501 531 Joerg.Konkat@polizei.landsh.de
Wichtiger Hinweis: Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Original-Pressemitteilung der Polizei. Sie wurde automatisch in unseren Dienst übernommen und von uns redaktionell nicht bearbeitet.
Themen: Polizei | 1 Kommentar »

27.Juni 2008 um 23:06 |
[...] nich dran denkt, zum anderen die “Todesstarre” einsetzt. Wenn eine Gruppe von Menschen da ist (und das war ja wohl der fall) und sich keiner Bewegt ist die chance sehr gross das der [...]